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26.11.2015

Poetisch-Musikalische Bilderreise

Margit Berger und Jenny Passet zeigen im Atrium ihre Bilder

Als besonderes Highlight der Kunstausstellung von Margit Berger und Jenny Passet wird Bernhard Theis am 13. Dezember Texte zu den Bildern vortragen, die von Michael Busch auf der Gitarre begleitet werden.

 
Lassen Sie sich überraschen, welchen Reim sich der Eberbacher Autor Bernhard Theis auf die Kunstwerke von Margit Berger und Jenny Passet gemacht hat. Dazu bieten gerade die abstrakten Bilder einen weiten Spielraum und es entsteht unter Umständen ein Spannungsfeld zwischen den Wahrnehmungen der Betrachter, deren Phantasie angeregt wird, was bis hin zu der Frage führen kann "Wie ist der jetzt darauf gekommen?" Dabei versucht Theis in klaren Worten, das was er glaubt erspürt zu haben, manchmal hintersinnig, auch humorvoll, auf den Punkt zu bringen.

Die Lyrik steht im Einklang mit den einfühlsamen Eigenkompositionen des studierten Gitarristen Michael Busch, die für den Zuhörer eine ganz eigene Welt voller wohltuender Sensibilität, erfrischender Dynamik und Spiritualität erschaffen. Dabei ist Buschs Musik neben der Klassik stark von Folk-, Rock- und Jazzelementen geprägt, besonders spürbar sind keltische Einflüsse.

 

Den beiden Malerinnen Berger und Passet ist gemeinsam, dass sie experimentell in einem offenen Malprozess beginnen und mit vielen übereinanderliegenden Schichtungen arbeiten. Für beide wichtig ist auch eine Harmonie von Form, Farben und grafischen Elementen. Ihre Malereien sind in den Materialien oft deckungsgleich und doch so vielschichtig und unterschiedlich in der Formensprache. Auf der einen Seite finden wir zurückgenommene in Farbkreisen gehaltene Bilder mit klaren strukturellen Zuweisungen und auf der anderen Seite expressionistische Werke, stark farbig mit geheimnisvollen geometrischen Attributen versehen.

Die in Dielheim lebende Künstlerin Margit Berger arbeitet mit sensiblen Farbklängen und liebt das Spiel zwischen Abstraktion und verhaltener Gegenständlichkeit. Sie arbeitet mit dem Changieren zwischen dem Offensichtlichen und dem Verborgenen und so entstehen kraftvolle Bilder mit intensiver Ausstrahlung. In ihren eindrucksvollen Skulpturen widmet sich Berger dem Zwischenraum. Jenem Raum, der sich erst durch sein Umfeld manifestiert.

Die Kunstlehrerin Jenny Passet lebt und arbeitet in Weinheim. Wer die Werke Passets betrachtet, sieht sich Stimmungen ausgesetzt, die pure Lebenslust verströmen. Über die dominierenden, warmen Farbtöne hinweg, erahnen wir abstrakte Landschaften aber auch florale und organisch fließende Formen sind zu sehen. Alles fließt und dennoch finden wir in vielen Bildern strenge geometrische Formen. Es sind die Prinzipien des Feng- Shui, denen hier Gestalt und gleichermaßen Funktion gegeben wird. Strenge und Zartheit, Ordnung und Chaos können in Passets Bilder nebeneinander bestehen und machen sie besonders spannend. Die Bilder von Jenny Passet wirken kraftvoll und farbintensiv und zugleich zart und poetisch.

Tauchen Sie ein in den Tanz der Farben und Formen, der Lyrik und der Musik  und machen Sie ihre eigenen Entdeckungen.

 

Noch bis einschließlich 20. Dezember ist die Ausstellung "Tanz der Farben und Formen" im Atrium der Manfred-Sauer-Stiftung, täglich von 8 bis 22 Uhr zu sehen.